Vereinsgeschichte_neu

Eine Kleine Vereinsgeschichte

Am 2. Juli 1958 wurde der Bogensport-Club Frankfurt durch Werner und Aenne Arndt, Carl von Loesch, Karl Hermann Roloff, Gertrud Luksch, Tassilo von Winterfeld, Dr. Ernst Lieber und Jürgen Fries in Frankfurt am Main gegründet.[1] Als erster hessischer Bogensportverein wurde er noch im selben Jahr auch in den Hessischen Schützenverband e.V. (HSV) aufgenommen, welcher somit durch die neue Sportart des Bogenschießens erweitert wurde. Im Jahr 1964 erfolgte die Aufnahme des Vereins in den Landessportbund Hessen e.V. (LSB Hessen).

In den über 60 Jahren seit der Gründung des Vereins gab es viele erfolgreiche, turbulente, aber auch tragische Zeiten.


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[1]Die genaue Gründungshistorie sowie die anfängliche Namensführung sind nicht exakt nachvollziehbar. Dem Protokoll der ersten Mitgliederversammlung vom 14.05.1960 nach sei der Klub zunächst inoffiziell am 2. Oktober 1957 unter der Bezeichnung ZEN-Bogensportclub Frankfurt ins Leben gerufen und daraufhin am 2. Juni 1958 als neues Mitglied in den Deutschen Schützenbund (DSB) aufgenommen worden. Nachweislich wurde der BSC-Frankfurt jedoch erst ein Jahr später am 2. Juli 1958 bereits mit Namensänderung formell (neu-)gegründet. So nennt das Gründungsprotokoll vom 02.Juli 1958 auch bereits den Namen Bogensportclub Frankfurt. Dennoch scheint der Verein bis 1959 als ZEN-Bogensportclub Frankfurt oder eine Variation hiervon aufgetreten zu sein, da er so in Ergebnislisten, Urkunden, Publikationen und im eigenen Schriftverkehr gelistet wurde. In der Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983 wird erwähnt, dass das Vereinsregister schließlich eine Namensänderung verlangt hätte, aber dass eine Begründung hierfür nicht aus den Akten hervorginge. Die Eintragung als Bogensport-Club Frankfurt [e.V.]  in das Vereinsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main erfolgte dann am 22. September 1959.

Siehe Protokoll der ersten Mitgliederversammlung vom 14.05.1960, S. 1; Gründungsprotokoll vom 02.07.1958; Eintragungsbescheid vom 22.09.1959.

Bogensportclub Frankfurt im Gründungsjahr, 1958

Die AnfangsJahre

Eigentlich begann die Geschichte des Bogensport-Clubs Frankfurt bereits Anfang der 1950er Jahre als die Schullehrerin Aenne Arndt ihrem Mann Werner zu Weihnachten einen Bogen schenkte, ohne auch nur eine Ahnung über die Folgen ihres Geschenks zu haben.[2] Die Faszination des Bogensports erfasste den Künstler Werner Arndt nämlich so sehr, dass er einen Großteil seiner Zeit dafür aufbrachte.

Ausgerüstet mit einfachen einteiligen Holzbögen trainierten Werner Arndt, seine Frau Aenne und Tassilo von Winterfeld anfangs auf den Sportplätzen des SC 1880 an der Adickesallee[3] oder im Kohlenkeller des alten Polizeipräsidiums bzw. der Falk-Mittelschule[4]. Das Ehepaar Arndt war beim Bogenschießen bundesweit schnell ganz vorne mit dabei. So waren sie Teil der ersten deutschen Nationalmannschaft des DSB, nahmen auf diese Weise 1958 an den 19. Weltmeisterschaften in Brüssel teil[5] und vertraten die Bundesrepublik Deutschland auch sonst im Ausland – so zum Beispiel mehrfach beim Turnier des Goldenen Bogen von Basel[6].


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[2] Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983, S. 1.

[3] Protokoll der ersten Mitgliederversammlung vom 14.05.1960, S. 1; vgl. Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983, S. 1.

[4] Hessens ältester Bogensportclub wird 50, in: FNP, 05.08.2008; Protokoll der ersten Mitgliederversammlung vom 14.05.1960, S. 1.

[5] Aichemüller, Konrad: 40 Jahre Bogenschießen in Deutschland. Wie alles begann, in: Deutsche Schützenzeitung 9, 1995, S. 45-46, S. 46.

[6] Protokoll der ersten Mitgliederversammlung vom 14.05.1960, S. 2.
Die Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983 erwähnt das Jahr 1954, in dem die Arndts in Basel teilgenommen haben sollen. Diese Angabe kann allerdings nicht korrekt sein, da das erste Turnier des Goldenen Bogen von Basel erst 1956 stattfand; siehe https://wp.goldener-bogen.ch/page_de/ueber-uns/; letzter Zugriff 10.12.2022.

Beim Training im Regen, ca. 1958-59

Werner und Anne Arndt, 1958

Das Bogenschiessen als reglementierter Sport war in Deutschland zu Beginn der 50er Jahre im Gegensatz zu anderen europäischen Nationen weder wirklich bekannt noch verbreitet. Es gab zwar einige Jugendliche und Erwachsene, die am Rande der Städte oder in privaten Gärten zum Zeitvertreib mit dem Bogen schossen. Doch erst als der Deutsche Schützenbund (DSB) das Bogenschießen 1954 als neue Disziplin in sein Sportprogramm aufnahm und dessen Aufbau unter dem Referenten Konrad Aichemüller bundesweit förderte, wurde das Bogenschiessen als neues sportliches Betätigungsfeld in der Bundesrepublik wirklich erschlossen.[1a]


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[1a] Vgl. Aichemüller, Konrad: 40 Jahre Bogenschießen in Deutschland. Wie alles begann, in: Deutsche Schützenzeitung 9, 1995, S. 45-46, S. 45.

Oscar Kessels, Präsident FITA
Deutsche Meisterschaften in Stuttgart, 1959
Deutsche Meisterschaften in Stuttgart, 1959

Bei diesem Event in der Schweiz machten das Ehepaar Arndt die Bekanntschaft mit Oscar Kessels, dem damaligen Präsidenten der FITA (Fédération Internationale de Tir à l’Arc, heute: World Archery).[7] Scheinbar trafen hier verwandte Geister aufeinander; denn es ergab sich ein reger Kontakt. Als Oscar Kessels dann anlässlich einer in Frankfurt am Main abgehaltenen Public Relations Veranstaltung vor versammelter Presse und Publikum auf 90 Meter einen Luftballon zerschoss, war dies wohl endgültig der Anstoß zur Gründung eines eigenen Vereins.[8] Und so schrieb man das Jahr 1958 als die acht Vereinsgründer den Bogensport-Club Frankfurt ins Leben riefen.[9]


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[7] Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983, S. 1.

[8] Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983, S. 1.

[9] Auf der Gründungssatzung sind nur sieben Unterschriften zu finden, da Herr Jürgen Fries aus beruflichen Gründen die Gründungsversammlung versäumte.

Siehe Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983, S. 1.

Unterschriften der Gründer auf der Originalsatzung des BSC-Frankfurt, 1959
aus: Begleitheft zum Internationalen FITA-Turnier 1964, S. 15

Dank des Entgegenkommens der Stadt Frankfurt, konnte man, als die Mitgliederzahl zu steigen begann, im Innenraum der Rad- und Hunderennbahn des Frankfurter Waldstadions trainieren.[10] Wegen des Umbaus dieses Innenraums zu einer Eisbahn war diese Übungsmöglichkeit allerdings bald vertan und man bekam als Ersatz die Liegewiese im Waldstadion zugewiesen.[11] Da dort ein ordentliches Training aber auch nur möglich war, wenn die Liegewiese nicht von den Benutzern des Stadionbads in Anspruch genommen wurde, sah sich der damalige Vorstand veranlasst, intensiv mit der Stadionverwaltung über die Erstellung eines eigenen Übungsgeländes zu verhandeln.


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[10] Klemm, Otto: Unser Club, in: Begleitheft zum 1. Internationalen FITA-Turnier, 1964, S.15-17, S. 15.; vgl. Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983, S. 2.

[11] Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983, S. 2.

Vereinslogo

Das Zeichen des Vereins der “stilisierte Bogenschütze” ist ein Entwurf des expressionistischen Künstlers, Vereinsgründers und ehemaligen Vereinsvorsitzenden Werner Arndt (1918-1990).

Originalentwurf, 1959
ca. 1960er
ca. 1970er
ca. 1980er
ReDesign 2022

Waldstadion

Nachdem die Stadt- und Stadionverwaltung erfolgreich überzeugt worden war, bekam der BSC Frankfurt dann einen Teil des Landdreiecks des Frankfurter Waldstadions zugewiesen. Direkt neben dem Hockeyplatz, dort wo zuvor das Waldtheater und noch früher die Ausläufer der Militärschießstände Frankfurts lagen[12], rollten dann kurze Zeit später auch schon die Bulldozer, um eine neue Freifläche für die erforderliche Bogendistanz zu schaffen. Die mittlerweile 20 Mitglieder richteten in aufreibender Eigenarbeit das nun von Bäumen umringte Gelände so eifrig her, dass noch im August 1960 auf dem neuen, eigenen Platz ein kleines Eröffnungsturnier stattfinden konnte, welches das idyllische Waldstadion sofort in der Bogenszene bekannt machte. Denn so klein dieses Turnier auch war, so groß waren die erzielten Leistungen. Der Belgier Rene Boussu schoss einen FITA-Weltrekord, Frau Aenne Arndt einen Deutschen Rekord und Dr. Otto Klemm erlangte als erster Deutscher den 1000er FITA-Stern.[13]


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[12] In verschiedenen vereinsinternen Dokumenten etablierte sich die Formulierung „dort wo nach alten Karten eine Waldbühne befand”. Nach Sichtung mehrerer historischer Karten und Prüfung der Geschichte des Areals scheint es sich hierbei um eine sprachliche Informationsverfälschung zu handeln, da es an diesem Ort zu keiner Zeit eine Waldbühne gegeben hat. Vielmehr scheint mit Waldbühne das 1928 im Waldstadion errichte Waldtheater gemeint zu sein, welches bereits in den 1950ern durch einen neuen Hockeyplatz ersetzt wurde.

Siehe Bauer, Thomas: Frankfurter Waldstadion. 75 Jahre Sportgeschichte – 1925-2000, Frankfurt am Main: Nest Verlag, 2000, S. 22 u. S. 28.

[13] Festrede zum 25-jährigen Jubiläum vom 19.08.1983, S. 2; Ergebnisliste

Ende der Präsentation

Nachdem sich die Vereinsfamilie nach erfolgter Pressearbeit auf mittlerweile 30 Mitgieder erhöht hatte, gewann der Plan, auf dem Übungsgelände ein Vereinsheim zu errichten sowie Wasser und Licht zu installieren, immer mehr an Dringlichkeit. Durch Spenden und vor allem Eigeninitiative wurde 1962 ein eigenes Clubhaus gebaut, das den Mitgliedern einen Ort der Zusammenkunft unter Gleichgesinnten bot und mit Kamin, Küche und Bar auch fürstlich ausgestattet war. Letztlich wurde der Bogensportplatz 1982 durch einen Unterstand ergänzt, der es ermöglichte, auch bei schlechter Witterungslage, insbesondere im Winter, das Training fortzusetzen.

Der Bogensport-Club Frankfurt hatte für 42 Jahre seine Heimat in der Bogensportanlage im Frankfurter Waldstadion. In all diesen Jahren wurde die Anlage durch die Mitglieder des Bogensport-Club Frankfurt, abgesehen einiger größerer Arbeiten, in Eigeninitiative ausgebaut und instandgehalten. Ohne diese hohe Eigenleistung und die im Laufe der Jahre entstandenen Gebäude und Nebengebäude wäre das Gelände bei weitem nicht so nutzbar gewesen. Das Bogensportgelände bot Trainingsmöglichkeiten auf insgesamt 25 Scheiben. Dazu zählten neben den seit 1960 bestehenden 8 Ständen bis 90 Meter, 5 weitere Stände bis 30 Meter sowie 5 Ständen auf 25 Meter aus dem geschlossenen Unterstand. Ausserdem wurden für die Disziplin Feldbogen weitere 7 Feldscheiben integriert. Durch geschickte Planung war es möglich, gleichzeitig und ohne gegenseitige Gefährdung oder Behinderung auf alle 25 Scheiben zu trainieren.

Leider musste der BSC Frankfurt den Bogensportplatz im Waldstadion aufgrund des Neubaus der Großarena für die Fußball-Weltmeisterschaft und der Expansion der dortigen Golfanlage im Jahr 2002 aufgeben.

Die EhrenMitglieder des BSC

Oskar KesselsFITA-Präsident, Belgien
Hansueli SchindlerOK-Präsident Turnier des Goldenen Bogen von Basel, Schweiz
Giorgio AttlingerSchweiz
Werner ArndtDeutschland; BSC
Anne ArndtDeutschland; BSC
Gertrud Lenhart geb. LukschDeutschland; BSC
Lothar SchmauchDeutschland; BSC

Frankfurter Amazonen

Auf die Leistungen der Frauen unter den vielen männlichen Mitgliedern des Bogensport-Clubs Frankfurt muss gesondert eingegangen werden. Denn so ungern sie anfangs beim Bogensport mitmachten, so schnell wurden die Damen des Vereins zu dessen sportlichen Leistungsträgern, weshalb sie von der Presse auch öfters als die Amazonen betitelt wurden. In den 1960er Jahren dominierten die Damen unter Führung von Aenne Arndt die deutsche Bogensport welt. 1963 gelang es Monika Ikier in Mailand als erste deutsche Dame den 1000er FITA-Stern zu erringen. Und auch der erste 1100er FITA-Stern wurde von einem Mitglied des Bogensport-Club Frankfurt geschossen; nämlich von Maria Urban, welche im Olympiajahr 1976 für den BC Babenhausen die Bundesrepublik Deutschland bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal vertrat. In den Jahren 1959-1975 wurden unsere Damen mehrmals Deutsche Meister in der Einzel- sowie in der Mannschaftswertung und erzielten dutzende Deutsche Rekorde. 1968 gab es zudem einen Europarekord, ab 1976 dann regelmäßig Silber und Bronze bei Deutschen Meisterschaften.  In den 80er Jahren wurde Christa Engelhardt wegen ihrer guten Leistungen in den Leistungskader des Deutschen Schützenbunds berufen und zusammen mit anderen Bogensportlerinnen und Bogensportler als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland zur Weltmeisterschaft nach Italien entsandt.

 

Damals schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung: “Die beständigsten Rekord- und Titeljäger in Frankfurt, die Bogensportler, stehen immer ein wenig am Rande des großen Interesses. Seit Jahren sorgen sie für eine Fülle von Deutschen Meistertiteln und beachtlichen Rekorden, die sie in aller Stille erzielen.”

Paving the Way

Mit Fug und Recht kann behauptet werden, daß der Bogensport-Club Frankfurt Pionierarbeit im Aufbau des Bogensports in Hessen und über die Landesgrenzen hinaus geleistet hat. Der BSC-Frankfurt war der erste hessische und fünfte gesamtdeutsche Bogensportverein. Von ihm gingen entscheidende Impulse aus, die den entstehenden Bogensport mitgeprägt haben und die dazu führten, daß weitere Bogensportvereine entstanden oder sich Bogensportabteilungen bei bestehenden Schützenvereinen bildeten. Es ist nicht übertrieben, wenn man den Bogensport-Club Frankfurt als Mutter vieler hessischer Bogensportvereine tituliert. Durch seine Signalwirkung aber auch durch ehemalige Vereinsmitglieder, die in anderen Städten neue Vereine gründeten, entstanden aus dem ursprünglichen Frankfurter Club mit 30 Mitgliedern zwischenzeitlich 38 Vereine mit über 2000 aktiven Bogensportlern.

1964 wagte der Bogensport-Club Frankfurt außerdem eine Neuheit. Das Ausrichten eines Groß­turniers. Als erster Verein in der Bundesrepublik Deutschland wurde ein Europaturnier mit 260 Teil­nehmern aus 8 Nationen organisiert. Ein großartiges Erlebnis! Von 1976 an wurde diese Art von Großturnier durch den Bogensport-Club Frankfurt in 2 jährigem Rhythmus durchgeführt. Den Höhepunkt bildete das Internationale Frankfurter FITA-Turnier 1984 mit 54 Scheiben. An einem windarmen Sommertag mit strahlend blauen Himmel fielen die FITA-Sterne reihenweise vom Himmel. Soviel Sterne wie an diesem Tag wurden wohl auf keinem Turnier in der Bundesrepublik mehr erzielt.

Mit der Sperrung der Frankfurter Sportplätze wegen des Reaktorunfalls in der Ukraine 1986 begann leider der Anfang vom Ende der Frankfurter Großturniere. Denn man war gezwungen, das sich schon in der letzten Vorbereitungsphase befindliche FITA-Turnier abzusagen. Von dieser Absage hat man sich nie mehr erholen können. Die FITA-Turniere in den Jahren nach Tschernobyl erreichten nie mehr die Teilnehmerzahlen von 1984. [Dabei mag das reiche Angebot an FITA-Turnieren auch eine mit entscheidende Rolle gespielt haben, da man an fast jedem Wochenende im Umkreis von 200 Kilometern irgendwo in der Bundesrepublik oder den angrenzenden Beneluxländern an einem FITA-Turnier teilnehmen konnte.]

Noch ein letzter Meilenstein im Bogensport ist auf eine Initiative des BSC Frankfurt zurückzuführen: Die Hallenmeisterschaften der Bogensportler während der Wintermona­te. Zum ersten Mal wurde in der Bundesrepublik eine Hallenmeisterschaft am 28. Februar und am 1. März 1970 durchgeführt und zwar in der Wintersporthalle im Waldstadion. Inzwischen ist das Hallenschießen beim Bogensport offiziell bis zur Deutschen Hallenmeisterschaft gediehen und schon lange nicht mehr wegzudenken.

Die 1. Vorsitzenden des BSC

Werner Arndt1958-1966; 1968-1971
Heinrich Maul1966-1968
Klaus Kalthoff1971-1974
Hans-Joachim Freise1974-1978
Paul G. Wilhelm1978-1986
Anneliese Moxter1987-1998
Horst Ring1999-2006
Claus Moxter2006-
Uwe Donandt2021-

NIeder Neubeginn

Nachdem der BSC Frankfurt sein Übungsgelände im Frankfurter Waldstadion verloren hatte, stand der Verein ohne Heimat fast vor dem Aus. Erst nach langer Suche und durch die Hilfe der Öffentlichkeit konnte ein neuer Bogenplatz bei der ehemaligen SG Nied im gleichnamigen Frankfurter Stadtteil gefunden und im Jahr 2004 eingeweiht werden. Abermals wurde das Gelände durch die Mitglieder unter enormen Anstrengungen für den Bogensport nutzbar gemacht. Nach nun gut zwei Jahrzehnten ist die Anlage wieder mit Unterstand und Clubcontainer ausgestattet und bietet vielen Bogensportlern im Rhein-Main-Gebiet die Möglichkeit, ihr Hobby und ihre Leidenschaft auszuleben.

Heute ist der BSC-Frankfurt breit aufgestellt, da von seinen ca. 130 Mitgliedern nicht mehr nur Olympisch-Recurve, sondern alle Bogenklassen, vom Lang- bis zum Compoundbogen, geschossen werden. Zwar steht nun eher der sportliche Ausgleich und die Vermittlung des Bogensports an Interessierte im Mittelpunkt des Vereinslebens; doch auch das Kompetative ist nicht ganz in Vergessenheit geraten. 2018 konnte Alexander Dreichner an die vergangenen Erfolge anknüpfen, als er hessischer Landesmeister in der Klasse Recurve Junioren wurde.